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Lehrveranstaltung 33010 (WiSe 20/21)

Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften
 
33010 Kindheits- und Jugendforschung im Wintersemester 2020/2021
Hinweis Das Semester dieser Veranstaltung ist beendet.
grundlegende Überarbeitung: Sommersemester 2018 Umfang: 8.0 SWS
Übungsumfang: 0.0 SWS nächster geplanter Einsatz: -keine Angaben vorhanden-
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Beschreibung
KursbeschreibungKurseinheit 1: Geschichte und Methoden der Kindheits- und Jugendforschung Dieser Studienbrief befasst sich im ersten Teil mit den historischen Entwicklungslinien der Kindheits- und Jugendforschung aus einer bildungswissenschaftlichen Perspektive. Dabei stehen die theoretischen, thematischen und methodischen Veränderungsprozesse in ihren wechselseitigen Bezügen im Zentrum. Damit vermittelt ein solcher historischer Rückblick ein Gespür für Konjunkturen in Themen, Theorien und Methoden der Kindheits- und Jugendforschung, die immer auch abhängig von der jeweiligen gesellschaftlichen Situation und dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand gedacht werden müssen. Zudem sind sie im Falle der Bildungs- und Erziehungswissenschaft häufig von Fragen des praktischen, professionellen pädagogischen Handelns begleitet. Kindheits- und Jugendforschung aus bildungswissenschaftlicher Perspektive trägt dazu bei, mehr über die Adressaten professionellen pädagogischen Handelns und ihre spezifische Art der Einbindung in soziale Beziehungen, pädagogische Institutionen sowie ihre jeweiligen Orientierungen und Ausdrucksformen zu erfahren. Je nach historischer Epoche kristallisieren sich dabei andere thematische und theoretische Schwerpunkte heraus und ist ein anderer methodischer Blick auf die Lebensphasen Kindheit und Jugend erkennbar. Den aktuellen methodischen Zugängen und deren methodologischen Grundlagen sowie deren Spezifität im Feld der bildungswissenschaftlich orientierten Kindheits- und Jugendforschung widmet sich dann der zweite Teil des Studienbriefes. Kurseinheit 2: Theoretische Perspektiven auf Kindheit als Lebensphase Dieser Studienbrief widmet sich den Konzeptionen von Kindheit und zeichnet den wissenschaftlichen Blick und dessen Veränderungen nach, mit dem auf Kindheit als Lebensphase geschaut wird. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Kindheit als Teil der generationalen Ordnung entworfen wird. Die Auseinandersetzung mit den theoretischen Perspektiven auf Kindheit ermöglicht es darüber zu reflektieren, wie Kindheit theoretisch gefasst wird und welche Konsequenzen dies sowohl für Forschungszugänge als auch für professionelle pädagogische und politische Zusammenhänge nach sich ziehen kann. Kurseinheit 3: Theoretische Perspektiven auf Kindheit als Lebensphase Dieser Studienbrief befasst sich damit, wie aus wissenschaftlicher Perspektive Jugend gefasst wird und welche unterschiedlichen theoretischen Konzepte im Hinblick auf die Bedeutung dieser Lebensphase sowie der damit verbundenen Charakteristika existieren. Insbesondere geht es dabei um Fragen von Entwicklungsaufgaben und der Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter. Diese Kurseinheit ist aktuell noch als Reader verfasst und basiert auf den Ausführungen von Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel in ihrem Standardwerk „Lebensphase Jugend“ (2012). Sie soll zukünftig durch einen Studienbrief ersetzt werden, der gleichzeitig im Modul 1B: Bildung und Gesellschaft Eingang finden wird. Kurseinheit 4: Empirische Perspektiven auf informelle und non-formale Bildungsräume In diesem Studienbrief werden Forschungsfragen und empirische Befunde vorgestellt und diskutiert, die sich um ein spezifisches, aber dennoch aktuell breit diskutiertes und für Bildungs- bzw. Erziehungswissenschaftler zentrales Themenfeld ranken. Die Frage, was Kinder und Jugendliche auch außerhalb der klassischen Bildungsinstitution lernen und in welche unterschiedlichen Erfahrungsräume sie eingebettet sind, stellte sich in der erziehungswissenschaftlichen Kindheits- und Jugendforschung vermehrt seit den Ergebnissen der unterschiedlichen Schulleistungsstudien zu Beginn der 2000er-Jahre. Worauf Bildungsphilosophen schon lange insistiert hatten, dass Lernen und Bildung nicht nur in der Schule stattfindet, wurde nun auch zum empirischen Thema der Kindheits- und Jugendforschung und Fragen nach Lern- und Bildungsprozessen in Familie, Peergroup, Medien oder Vereinen und Verbänden über unterschiedliche Forschungszugänge und vor unterschiedlichen theoretischen Hintergründen bearbeitet. Gleichzeitig stellte sich auch die Frage, inwiefern Wohnumfelder und regionale Einbindungen unterschiedliche Möglichkeitsräume für Lern- und Bildungsprozesse im Kindes- und Jugendalter bieten. Die Kurseinheit widmet sich diesen Themenfeldern und ermöglicht damit einen Überblick über den Stand der Forschung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den jeweiligen theoretischen und methodischen Zugängen und liefert gleichzeitig einen Pool an Themen, an die eigene Fragestellungen angeknüpft werden können. Der Fokus liegt dabei auf Kindern ab dem Schulalter. Kurseinheit 5: Empirische Perspektiven auf Kindheit und Jugend in Institutionen des Bildungs- und Erziehungssystems In diesem Studienbrief werden Forschungsthemen und -befunde vorgestellt und diskutiert, die sich vornehmlich auf die Frage richten, wie sich Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Institutionen des Bildungs- und Erziehungssystems bewegen und wie sie diese selbst erleben. Hier geht es in erster Linie – ähnlich wie in der Kurseinheit 4 – um die Perspektive der Kinder und Jugendlichen selbst, die einen zentralen Stellenwert in der Kindheits- und Jugendforschung einnimmt und darüber auch bestimmte Forschungszugänge erforderlich macht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Kinder und Jugendliche mit institutionellen Vordefinitionen und Strukturen umgehen und diese für sich ausgestalten und darüber immer auch zu Ko-Konstrukteuren der Realität dieser Institutionen werden. Betrachtet werden dabei die Schule, die Berufsausbildung und die Hochschule sowie das breite Feld von Institutionen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe. Insbesondere bei Letzterem sind jedoch deutliche Forschungsdefizite auszumachen und werden Kinder und Jugendliche in vielen Bereichen noch kaum als Akteure und Ko-Konstrukteure des jeweiligen Feldes wahrgenommen und in dieser Perspektive untersucht. Auch diese Kurseinheit ermöglicht, sowohl einen thematischen als auch einen theoretischen und forschungsmethodischen Einblick in die verschiedenen Themenfelder der Kindheits- und Jugendforschung aus bildungswissenschaftlicher Perspektive.
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Veranstaltungsbeginn: 28.09.2020
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