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Kurs 41520 (WS 20/21)

 
Kurs 41520 Finanzintermediation und Bankmanagement im Wintersemester 2020/2021
Hinweis
Zu einem Kurs mit gleicher Kursnummer gibt es im aktuellen Semester ein Angebot. Zu diesem gelangen Sie über diesen Link: Kurs 41520 Finanzintermediation und Bankmanagement (SS 20)
grundlegende Überarbeitung: Wintersemester 2020/2021 Kursumfang: 6.0 SWS
Übungsumfang: 0.0 SWS nächster geplanter Einsatz: Sommersemester 2021
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Kursbeschreibung
KursbeschreibungFinanzintermediation ist eine von drei großen Teilgebieten des Fachs Finanzwirtschaft (neben der Unternehmensfinanzierung und den Kapitalmärkten). In dem vorliegenden Kurs werden zentrale Aspekte dieses Gebietes beleuchtet, wobei naturgemäß eine Auswahl wesentlicher Inhalte erfolgen muss. KE 1: Theorie der Finanzintermediation (45 h) In Kurseinheit 1 wird zu Beginn der Begriff der Finanzintermediation definiert und anschließend der Frage nachgegangen, welche Leistungen Finanzintermediäre erbringen können. Finanzintermediäre sollen die Aufgabe erfüllen, Anbieter und Nachfrager von finanziellen Mitteln zusammenzuführen und den Abschluss entsprechender Finanzkontrakte zu ermöglichen bzw. zu begünstigen. Alternativ können die Anbieter und Nachfrager aber auch ohne die Einschaltung eines Finanzintermediärs direkt auf einem Finanzmarkt Kontrakte abschließen. Die Diskussion von Vor- und Nachteilen der Finanzintermediäre gegenüber dem Finanzmarkt führt zu der Feststellung, dass auf einem vollkommenen Markt Finanzintermediäre keinerlei Existenzberechtigung haben – diese muss daher aus Unvollkommenheiten des Marktes erwachsen. Mit dem Diamond-Modell wird ein wichtiger theoretischer Erklärungsansatz vorgestellt, der die Existenz von Banken mit Informationsasymmetrien zwischen Anbietern und Nachfragern finanzieller Mittel begründet.

KE 2: Kalkulation von Bankgeschäften (60 h)
In Kurseinheit 2 steht das interne Rechnungswesen in Banken im Zentrum der Überlegungen. Es wird analysiert, wie Erfolgs- und Deckungsbeiträge von einzelnen Bankgeschäften sowie auf aggregierter Ebene ermittelt werden können. Das zentrale Werkzeug hierfür ist die Marktzinsmethode. Als Basis werden zunächst einige Detailaspekte der Zinsrechnung beleuchtet, bevor die grundsätzliche Methodik des internen Rechnungswesens in Banken skizziert wird. Nach der eingehenden Betrachtung der Marktzinsmethode unter der Annahme sicherer Zahlungen wird die Frage betrachtet, wie Risikokosten in das Kalkül integriert werden können, um zu risikoadäquaten Mindestmargen im Kreditgeschäft zu gelangen. Die Kurseinheit endet mit einem Einblick in Ansätze zur Gesamtbanksteuerung.

KE 3: Grundlagen des Risikomanagements (45 h)
Das Management von Risiken gehört zu den zentralen Aufgaben des Bankmanagements. Kurseinheit 3 fokussiert auf finanzielle Risiken, also Risiken, die unmittelbar mit dem Abschluss von Finanzkontrakten verbunden sind. Eine entsprechende Einordnung des Risikobegriffs und Abgrenzung gegenüber Risiken, die aus dem internen und externen Umfeld des Bankbetriebs erwachsen, die technisch-organisatorischen Risiken, stehen zu Beginn der Kurseinheit. Des Weiteren wird analysiert, inwieweit das Management von Risiken einen Mehrwert generieren kann. Schließlich wird der Frage nachgegangen, wie Risiko gemessen werden kann. Mit dem Value-at-Risk und dem Expected Shortfall werden zwei in Theorie und Praxis weit verbreitete Risikomaße ausführlich vorgestellt.

KE 4: Marktpreis- und Zinsrisikomanagement (45 h)
Kurseinheit 4 beschäftigt sich mit Marktpreis- und Zinsrisiken. Es wird zunächst die Steuerung des Risikos eines Aktienportfolios thematisiert. Hierzu werden Termingeschäften (Forwards, Futures und Optionen) vorgestellt und es wird dargelegt, wie diese Instrumente zum Hedging von Aktienkursrisiken eingesetzt werden können. Der zweite Abschnitt thematisiert das Zinsrisiko als bedeutende Risikokategorie für Banken. Zur Messung dieses Risikos wird die Kennzahl der Duration eingeführt, zu dessen Steuerung das Instrument des Zinsswaps.

KE 5: Kreditrisikomanagement (30 h)
Insbesondere in Banken spielt das Kredit- bzw. Ausfallrisiko eine zentrale Rolle. Diese Thematik ist Gegenstand von Kurseinheit 5. Die wesentlichen Determinanten des Kreditrisikos sind die Ausfallwahrscheinlichkeit sowie die Rückzahlungsquote. Es werden Ratingverfahren und quantitative Ansätze des Credit Scorings thematisiert. Des Weiteren wird die Thematik angerissen, dass aus Sicht einer Bank nicht nur der einzelne Kredit, sondern ein Portfolio aus einer Vielzahl an kreditrisikobehafteten Finanztiteln zu managen ist. Abschließend werden Instrumente des Kreditrisikotransfers vorgestellt, insbesondere Kreditderivate sowie Verbriefungen.

KE 6: Bankenregulierung (60 h)
In kaum einer anderen Branche nehmen regulatorische Vorschriften einen derart breiten Raum ein wie in der Bankwirtschaft. Die Vorgaben der Aufsichtsbehörden beeinflussen maßgeblich weite Teile des Bankmanagements, und die Ausgestaltung der Regulierung nimmt in der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung einen prominenten Platz ein. Vor diesem Hintergrund wird in Kurseinheit 6 zunächst beleuchtet, welche Gründe für eine derart starke Rolle der Aufsicht im Bankensektor sprechen. Im Weiteren wird dann auf konkrete Vorschriften und deren Umsetzung in der Praxis eingegangen, wobei die Regelwerke des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht eine zentrale Rolle spielen.

KE 7: Ansätze zur Gesamtbanksteuerung (30 h)
In den bisherigen Kurseinheiten wurden wichtige Managementfelder in einer Bank detailliert diskutiert: die Kalkulation von Erfolgsbeiträgen im Kreditgeschäft, die Berücksichtigung des Risikos sowie die Einhaltung regulatorischer Vorschriften. Die Betrachtungen waren dabei in ihren jeweiligen Kontext eingebettet und weitgehend losgelöst voneinander. In der abschließenden Kurseinheit 7 erfolgt eine integrierte Betrachtung dieser Themenfelder. Hierzu gehören insbesondere der Risikotragfähigkeitskalkül sowie die Risiko-Ertrag-Steuerung einer Bank.
Termine
Veranstaltungsbeginn: 28.09.2020
Versand
Kursmaterial
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Zusatzmaterial
Betreuung
Betreuende/Beratende Liste der Regionalzentren

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