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Kurs 42000 (WS 18/19)

 
Kurs 42000 Finanz- und bankwirtschaftliche Modelle im Wintersemester 2018/2019
Hinweis Das Semester dieser Veranstaltung ist beendet.
Die aktuell stattfindende Veranstaltung mit gleicher Kursnummer erreichen Sie über diesen Link: Kurs 42000 Finanz- und bankwirtschaftliche Modelle (SS 19).
grundlegende Überarbeitung: Wintersemester 2018/2019 Kursumfang: 6.0 SWS
Übungsumfang: 0.0 SWS nächster geplanter Einsatz: -keine Angaben vorhanden-
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Kursbeschreibung
KursbeschreibungEinordnung und Beschreibung des Kurses "Finanz- und bankwirtschaftliche Modelle" Der Kurs "Finanz- und bankwirtschaftliche Modelle" bietet einen Einblick in ausgewählte bank- und finanzwirtschaftliche Modelle, die wegen ihrer Modellergebnisse und/oder ihrer Modellierungsansätze von herausragender Bedeutung sind.
Kurseinheit 1: Finanzmarktmodelle mit symmetrischer Informationsverteilung (120 h) Schwerpunkte: Kapitalkostentheorie, CAPM und Optionspreistheorie Kurseinheit 1 beschäftigt sich mit vier prominenten Modellansätzen zur Bewertung von Finanztiteln auf Märkten, die zwar durch Unsicherheit, aber durch symmetrische Information aller Akteure gekennzeichnet sind. Behandelt werden das Modigliani/Miller-Modell, das Capital-asset-pricing-model, das Binomialmodell und das Black-Scholes-Modell. Die Modelle werden dargestellt und insbesondere dahingehend problematisiert, dass sie eine klinische Welt abbilden, in der real beobachtbare Finanzierungsprobleme und Problemlösungsinstitutionen keine Existenzberechtigung haben. Sie implizieren somit eine Irrelevanzthese für die meisten real existierenden finanzwirtschaftlichen Institutionen und einen wichtigen gedanklichen Ausgangspunkt für Existenzbegründungen dieser Institutionen. Kurseinheit 2: Finanzmarktmodelle mit asymmetrischer Informationsverteilung (80 h) Schwerpunkte: Informationsasymmetrien zwischen Geldgebern und Geldnehmern (Modell von Diamond(1984) und Breuer(1995) und Informationsasymmetrien zischen Geldgebern (Rock-Modell) Kurseinheit 2 beschäftigt sich mit ausgewählten Modellen zur Gestaltung von Finanzierungsbeziehungen auf Märkten, die sowohl durch Unsicherheit als auch durch asymmetrische Information beteiligter Akteure gekennzeichnet sind. Behandelt werden Modelle von Diamond, zur Existenzberechtigung von Banken, von Breuer, zum Einsatz von Reputation, und von Rock, zur Erklärung von Underpricing auf Primärmärkten. Verdeutlicht wird insbesondere die hohe Bedeutung, die Informationsasymmetrien für die Erklärung real anzutreffender finanzwirtschaftlicher Institutionen haben. Verdeutlicht wird aber auch, wie rigide die Prämissen dieser Modelle in anderen Prämissenbereichen bleiben und wie sensibel die Modellzusammenhänge mitunter auf Variationen dieser Prämissen reagieren können. Kurseinheit 3: Investitionstheoretische Modelle (100 h) Schwerpunkte: Modelle zur Separation von Konsum- und Investitionsentscheidungen, Überlegungen zur Auswahl der in modellhafte Berechnungen einzubeziehenden Ausgangsgrößen, ausgewählte spezielle Planungsprobleme sowie Modelle zu simultanen Investitions- und Finanzierungsentscheidungen. Im ersten Teil dieser Kurseinheit wird eine Grundannahme zahlreicher investitionstheoretischer Kalküle problematisiert, nach der sich die originäre Zielsetzung der Nutzenmaximierung äquivalent durch das Ziel der Endvermögensmaximierung ersetzen lässt. Dieser insbesondere für die Delegation von Investitionsentscheidungen zentrale Zusammenhang wird anhand des Fisher-Modells formalisiert und anhand des darauf aufbauenden Hirshleifer-Modells problematisiert. Auf diese Weise werden wesentliche Voraussetzungen investitionstheoretischer Kalküle verdeutlicht. Im Anschluss wird den Fragen nachgegangen, welche Unterschiede sich einstellen, wenn statt Zahlungsgrößen Erfolgsgrößen als Basis für Kapitalwertermittlungen herangezogen werden und wie die für konkrete Berechnungen benötigten Kalkulationszinssätze aus verfügbaren Marktdaten abgeleitet werden können. Zum Abschluss des ersten Teils dieser Kurseinheit wird auf Nutzungsdauerprobleme und Institutionsketten als spezielle investitionstheoretische Planungsprobleme sowie auf einige grundlegende Überlegungen zur Konstruktion von Entscheidungskonzepten unter Berücksichtigung von Unsicherheit eingegangen.
Im zweiten Teil dieser Kurseinheit wird eine weitere Grundannahme zahlreicher investitionstheoretischer Kalküle problematisiert, nach der sich Investitionsentscheidungen isoliert von Finanzierungsentscheidungen und isoliert von anderen Investitionsentscheidungen treffen lassen. Im Rahmen des Einperiodenmodells von Dean und des Mehrperiodenmodells von Hax und Weingartner wird diskutiert, welche zusätzlichen Planungsprobleme sich stellen und welche Problemlösungen verfügbar sind, wenn Interdependenzen zwischen Investitionsprojekten und - wegen Kapitalmarktunvollkommenheiten - Interdependenzen zwischen Investitions- und Finanzierungsprojekten auftreten. Im Zentrum der Überlegungen stehen neben der Verdeutlichung der Planungsprobleme und der Lösungsansätze die Interpretation und Problematisierung der im Rahmen dieser Lösungsansätze abgeleiteten "endogenen" Zinssätze. Die Überlegungen erlauben eine gedankliche Einordnung der auf einzelne Investitionsprojekte fokussierten Entscheidungskalküle. Lehrziele des Kurses "Finanz- und bankwirtschaftliche Modelle" Mit dem Kurs werden im Wesentlichen die folgenden Qualifikationsziele verfolgt. Sie sollen durch das Studium - einige besonders einschlägige Modelle kennenlernen, deren Kenntnis für eigenständige Forschungsaktivitäten im Bereich der Bank- und Finanzwirtschaft zwingend notwendig erscheint. Diese Zielsetzung trifft insbesondere auf das sogenannte Fisher/Hirshleifer-Modell, das Dean-Modell, das Hax/Weingartner-Modell, das Modigliani/Miller-Modell, das Capital-asset-pricing-model, das Binomialmodell, das Black-Scholes-Modell, das Modell von Diamond (1984), Breuer(1995) und das Rock-Modell zu. - einen Einblick in die Heterogenität bank- und finanzwirtschaftlicher Modelle erhalten. Mit diesem Einblick ist zwangsläufig verbunden, dass Sie lernen, zwischen heterogenen Modellierungen umzudenken und die Grundstrukturen von Modellen und modelltreibenden Annahmen (selbständig und rasch) zu erkennen. - die Aussagegrenzen modellhafter Darstellungen und Analysen erkennen und einschätzen lernen. Dabei sollen Sie insbesondere ein Gefühl für die Bedeutung unterschiedlicher Prämissen für die Modellergebnisse und damit für die Robustheit modellmäßig deduzierter Zusammenhänge und für die Übertragung der Modellergebnisse auf reale Zusammenhänge entwickeln. - durch die unter den ersten drei Punkten genannten Qualifikationen in die Lage versetzt werden, wichtige Grundlagen zur eigenständigen Kritik zu erfassen und anzuwenden und die Modifikation oder Entwicklung bank- und finanzwirtschaftlicher Beschreibungs- und Erklärungsmodelle nachzuvollziehen und zu beurteilen. Damit werden Ihnen Grundfertigkeiten für die Erstellung einer forschungsorientierten Masterarbeit und weiterführender Forschungsarbeiten vermittelt. Zur weiteren Orientierung sind allen Kurseinheiten ausführliche Lehrzielkataloge vorangestellt. Voraussetzung für die Teilnahme: Zwingende Voraussetzung für das inhaltliche Verständnis der Modulinhalte sind investitionstheoretische und finanzwirtschaftliche Grundkenntnisse, die in diversen einführenden Lehrbüchern zur Investitionstheorie und zur betrieblichen Finanzwirtschaft oder auch im Modul 31021 "Investition und Finanzierung" der FernUniversität in Hagen vermittelt werden.
Termine
Veranstaltungsbeginn: 01.10.2018
Versand
Kursmaterial
Hinweis Diese Lehrveranstaltung beinhaltet zugriffsgeschütztes Material, das nur nach dem Einloggen und bei vorhandener Belegung der Lehrveranstaltung eingesehen werden kann. Studierende der FernUniversität sollten sich einloggen.
Kurs-Demo PDF-Datei Kurseinheiten
Zusatzmaterial
Betreuung
Betreuende/Beratende Liste der Regionalzentren

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