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Beschreibung |
KursbeschreibungAusgehend von Überlegungen zur Leistung von Dichtung, zu mimetischer Reflexion, zu Programmen von Wirklichkeit und der wechselseitigen Abhängigkeit dieser Fragestellungen zueinander, wird in aller Vorläufigkeit die Frage gestellt, was Lyrik ist und ob es in ihr gewissermaßen ahistorische Konstanten gibt. Auf diesem Boden wird dann im Verlauf des Studienbriefs der spannungsreiche Komplex von Tradition und Innovation der Lyrik in einer konkreten historischen Situation zu erkennen und zu diskutieren sein. Die Darstellung geht von Interpretationsansätzen zu einzelnen Gedichten aus, nicht mit dem Ziel, ein literaturgeschichtliches Kompendium der Lyrik dieses Zeitraums anzustreben, sondern mit dem Ziel einer exemplarischen Einübung in den Umgang mit Gedichten in ihrer Historizität. Von diesen Interpretationen her werden jeweils übergreifende historische und gattungssystematische Zusammenhänge entfaltet. Die Textgrundlage bildet ein den drei Kurseinheiten beigefügtes Textheft. Zur vorhergehenden Beschäftigung mit der Lyrik dieses Zeitraums sei die Lektüre in den folgenden beiden Bänden empfohlen: Gedichte 1770-1800. Nach den Erstdrucken in zeitlicher Folge hg. von Gerhart Pickerodt, München 1970 u. ö. (= Epochen der deutschen Lyrik Bd. 6; dtv Nr. 4020). Gedichte 1800-1830. Nach den Erstdrucken in zeitlicher Folge hg. von Jost Schillemeit, München 1970 u. ö. (= Epochen der deutschen Lyrik Bd. 7; dtv Nr. 4021). Zur Vorbereitung geeignet: Geschichte der deutschen Lyrik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hrsg. von Walter Hinderer, Stuttgart 1983. Geschichte der deutschen Lyrik, Stuttgart 2004. |
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